Adventskalender 2020
Heute backen wir Einback oder Milchbrötchen. Einback ist — laut Internet Recherche — ein Zwischenprodukt vom Zwieback oder Zweiback, wo das Gebäck dann nämlich ein zweites Mal gebacken wird.
Beim Stöbern in uralten Kochbüchern haben wir dieses kurze Rezept gefunden, das lediglich als “Einback” benannt war. Das mussten wir ausprobieren…
Die Mengen waren nicht so ganz genau angegeben und wir geben hier die Mengen aus unserem ersten Versuch an.
Zutaten
Für den Hefeteig
etwa 10g Trockenhefe
200ml lauwarme Milch
500g Weizenmehl
50g Zucker
1 TL Honig
50g weiche Butter
2 Eier
1 Prise Salz
Zum Bestreichen
Eigelb
1 Schuss Milch
Prise Salz
Zubereitung
- Die Hefe lösen wir in einer Tasse lauwarmer (max. 37°C) Milch auf.
- Mehl, Zucker und Vanillezucker vermischen wir in einer Rührschüssel und drücken eine Kulle hinein.
- Die Hefe-Milch gießen wir langsam dazu und verrühren sie mit einer Gabel vorsichtig zu einem sehr flüssigen Vorteig in der Kulle.
- Diesen Vorteil lassen für eine gute halbe Stunde an einem warmen Ort ruhen und gehen. Nach der Ruhezeit wirft der Vorteig deutliche Blasen — die Hefe ist aktiv.
- Dort hinein geben wir den Honig, die weiche Butter, 1 Ei und ein 1 Eiweiß (das Eigelb beiseite stellen zum Bestreichen) und das Salz.
- In einer Küchenmaschine haben wir den Teig etwa 10 Minuten auf kleiner Stufe mit der Küchenmaschine zu einem glatten Hefeteig
kneten lassen. — Erstaunlich dass der Teig sein Knetverhalten dabei mehrmals ändert, ich könnte dem Rundherum ewig zuschauen.
- Die Knetschüssel decken wir mit einem sauberen Tuch ab und lassen ihn noch einmal eine halbe Stunde ruhen/ gehen.
- Da die Angabe im Original-Rezept nicht ganz eindeutig waren (»Kugeln formen und langziehen«) haben wir den Teig zu einer dicken Rolle geformt, diese dann in 4 kleinere Rollen geschnitten und diese Wollen noch einmal geviertelt. So hatten wir 16 mehr oder weniger gleichgroße Stücke, die wir zu Kugeln geschliffen (in der hohlen Hand auf der Arbeitsfläche schleifen) haben.
- Die Kugeln haben wir dann etwas lang gezogen und auf ein Backblech, das mit Backpapier belegt war, knapp nebeneinander gelegt.
TIPP: Wir haben meist vorgeschnittenes Backpapier von der Rolle. Damit das nicht so widerspenstig auf dem Blech hin und her rollt, zerknülle ich das Papier meist und streiche es dann glatt auf das Blech. Es liegt schon glatt und gerade auf dem Blech. - Noch einmal gönnen wir dem Teig eine halbe Stunde Ruhe bevor es dann in den Backofen geht. Die Teiglinge vergrößern sich in dieser Zeit noch einmal deutlich und kleben dann eng zusammen. Ich liebe es, wenn man die Gebäckstücke später auseinander zupfen kann.
- Bevor wir das Blech in den Ofen geben (schon mal auf 180°C Umluft vorheizen) verquirlen wir das Eigelb mit Milch und Salz und bestreichen die Teiglinge damit.
- Dann kommt das Blech voller Einback etwa 15-20 Minuten in den vorgeheizten Ofen — schaut einfach wie ihr die Farbe am liebst haben mögt.
- Nach kurze Abkühlzeit haben die ersten Milchbrötchen schon den Weg in die Hand und den Mund gefunden. Lecker.

Ich bin Stefan Moeller, Hobby-Koch Genießer, Entdecker und Papa von Fritz. 2018 habe ich leckersein.de gestartet und teile dort Rezepte, Tipps und Tricks aus der Hobby-Küche.
Mit meinem Grillteam von Hammer & Kelle gibt es zudem heiße Themen rund ums Grillen, Feuer, Glut, Dutch Oven und Outdoor-Kochen.